Der Dea­ler mit dem reich­hal­ti­gen Ange­bot

Die blo­ße zeit­glei­che Auf­be­wah­rung ver­schie­de­ner Betäu­bungs­mit­tel­men­gen hat für sich genom­men regel­mä­ßig nicht die Kraft, meh­re­re selbst­stän­di­ge umsatz­be­zo­ge­ne Rechts­ver­stö­ße nach § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG zu Tat­ein­heit zu ver­klam­mern 1.

Der Dea­ler mit dem reich­hal­ti­gen Ange­bot

Aller­dings ent­fal­tet der Dea­ler mit einem (hier: gegen­über einem unbe­kann­ten Abneh­mer abge­ge­be­nen) Ange­bot auf bei­de zum gewinn­brin­gen­den Abver­kauf vor­ge­se­he­ne Betäu­bungs­mit­tel­men­gen gleich­ar­ti­ge Tat­ein­heit 2 begrün­den­de tei­li­den­ti­sche Absatz­be­mü­hun­gen, die bei wer­ten­der Betrach­tung als ein ein­heit­li­ches zusam­men­ge­hö­ri­ges Tun erschei­nen 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Mai 2019 – 5 StR 108/​19

  1. vgl. etwa BGH, Urteil vom 21.03.2018 – 2 StR 408/​17 – Rdnr. 10; vgl. auch Patzak in Körner/​Patzak/​Volkmer, BtMG, 9. Aufl.2019, § 29a Rdnr. 156 i.V.m. § 29 Teil 4 Rdnr. 316a m.w.N.[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 24.07.2018 – 3 StR 236/​15 – Rdnr. 9[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 10.07.2017 – GSSt 4/​17 –, BGHSt 63, 1[]