Der Hang – und die Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät

Ein sym­pto­ma­ti­scher Zusam­men­hang liegt vor, wenn der Hang allein oder zusam­men mit ande­ren Umstän­den dazu bei­getra­gen hat, dass der Täter eine erheb­li­che rechts­wid­ri­ge Tat began­gen hat und dies bei unver­än­der­tem Ver­hal­ten auch für die Zukunft zu erwar­ten ist 1, mit­hin die kon­kre­te Tat in dem Hang ihre Wur­zel fin­det 2.

Der Hang – und die Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät

Die­ser Zusam­men­hang liegt bei Delik­ten, die began­gen wer­den, um Rausch­mit­tel selbst oder Geld für ihre Beschaf­fung zu erlan­gen, nahe 3.

Das mag ledig­lich im Ein­zel­fall den­noch aus­zu­schlie­ßen sein 4.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Novem­ber 2015 – 1 StR 379/​15

  1. BGH, Beschlüs­se vom 06.11.2013 – 5 StR 432/​13; und vom 25.05.2011 – 4 StR 27/​11, NStZ-RR 2011, 309[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 28.08.2013 – 4 StR 277/​13, NStZ-RR 2014, 75[]
  3. BGH, Urteil vom 18.02.1997 – 1 StR 693/​96, BGHR StGB § 64 Abs. 1 Rausch 1; Beschluss vom 28.08.2013 – 4 StR 277/​13, NStZ-RR 2014, 75[]
  4. vgl. BGH, Beschluss vom 06.11.2003 – 1 StR 406/​03, NStZ-RR 2004, 39[]