Der Käu­fer als Mit­tä­ter sei­nes BTM-Dea­lers?

Zwi­schen dem Ver­käu­fer und dem Erwer­ber von Betäu­bungs­mit­teln besteht grund­sätz­lich weder Mit­tä­ter­schaft noch ist Bei­hil­fe gege­ben.

Der Käu­fer als Mit­tä­ter sei­nes BTM-Dea­lers?

Bei­de ste­hen sich als Geschäfts­part­ner gegen­über und ver­fol­gen gegen­tei­li­ge Inter­es­sen; ihr Zusam­men­wir­ken ist allein durch die Art der Delikts­ver­wirk­li­chung not­wen­dig vor­ge­ge­ben 1.

So liegt der Fall auch hier: Der Bei­trag des Erwer­bers zu den Rausch­gift­ge­schäf­ten des Dea­lers ging nicht über das zur eige­nen Delikts­ver­wirk­li­chung Not­wen­di­ge hin­aus. Etwas ande­res folgt ins­be­son­de­re nicht aus der Zusa­ge, dem Dea­ler 'pro Woche um die 50 g Mari­hua­na aus des­sen Bestand' abzu­neh­men, wodurch die­ser eine gewis­se Pla­nungs­si­cher­heit erlang­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Dezem­ber 2016 – 3 StR 331/​16

  1. BGH NJW 2002, 3486, mwN[]