Der Raub mit der Schreck­schuss­pis­to­le

Dass die Dro­hung mit einer nicht aus­schließ­bar unge­la­de­nen Gas­pis­to­le im Rah­men eines Raub­ge­sche­hens beim Opfer zu – psy­chisch ver­mit­tel­ten – phy­si­schen Fol­gen führt, die als Gesund­heits­be­schä­di­gung im Sin­ne von § 223 Abs. 1, § 224 StGB ein­zu­ord­nen sind, und der Täter mit die­ser Mög­lich­keit gerech­net und sie bil­li­gend in Kauf genom­men hat, ver­steht sich nicht von selbst.

Der Raub mit der Schreck­schuss­pis­to­le

Es bedarf auch nähe­rer Begrün­dung, war­um von einem ent­spre­chen­den Vor­satz des Ange­klag­ten hin­sicht­lich der psy­chisch ver­mit­tel­ten gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen der Tat aus­zu­ge­hen war [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. März 2020 – 1 StR 38/​20

  1. vgl. auch BGH, Beschlüs­se vom 12.03.2019 – 4 StR 63/​19 Rn. 4; und vom 16.04.2015 – 2 StR 48/​15 Rn. 5 f. mwN[]