Der Sozi­us des Pflicht­ver­tei­di­gers – und die Unter­schrift unter der Revi­si­ons­be­grün­dung

Eine Revi­si­ons­be­grün­dung ist nicht frist­ge­recht begrün­det wor­den (§§ 344, 345 StPO), wenn sie ent­ge­gen § 345 Abs. 2 StPO nicht vom Pflicht­ver­tei­di­ger, son­dern von einem in der­sel­ben Kanz­lei täti­gen Rechts­an­walt unter­zeich­net wur­de.

Der Sozi­us des Pflicht­ver­tei­di­gers – und die Unter­schrift unter der Revi­si­ons­be­grün­dung

Auf die­sen konn­te der Pflicht­ver­tei­di­ger des Ange­klag­ten sei­ne Befug­nis­se indes nicht wirk­sam über­tra­gen1.

Anhalts­punk­te dafür, dass der Unter­zeich­ner als all­ge­mei­ner Ver­tre­ter des Pflicht­ver­tei­di­gers gemäß § 53 Abs. 2 BRAO tätig gewor­den war, waren im hier ent­schie­de­nen Fall wohl nicht ersicht­lich.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Dezem­ber 2015 – 4 StR 473/​15

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 08.12 2011 – 4 StR 430/​11, NStZ 2012, 276, 277 mwN; vom 07.05.2014 – 4 StR 109/​14