Der Streit umd die ört­li­che Zustän­dig­keit – und die Ver­wei­sung durch den Straf­rich­ter

Die Abga­be oder Ver­wei­sung an ein ört­lich zustän­di­ges Gericht durch das Gericht des 1. Rechts­zugs ist aus­ge­schlos­sen 1.

Der Streit umd die ört­li­che Zustän­dig­keit – und die Ver­wei­sung durch den Straf­rich­ter

Erfolgt sie gleich­wohl, bleibt sie wegen des Ein­griffs in das Aus­wahl­recht (§ 7 StPO) und Beschwer­de­recht (§ 210 Abs. 2 StPO) der Staats­an­walt­schaft ohne recht­li­che Wir­kung 2.

Das Amts­ge­richt hat sich daher durch Beschluss für unzu­stän­dig zu erklä­ren, um der Staats­an­walt­schaft die Mög­lich­keit der Ankla­ge vor einem ande­ren – zustän­di­gen – Gericht ein­zu­räu­men 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. März 2018 – 2 ARs 69/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 23.07.1969 – 2 ARs 201/​69 , BGHSt 23, 79 ff.[]
  2. vgl. Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 60. Auf­la­ge 2017, § 16 Rn. 5[]
  3. vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 10.09.1998 – 2 Ws 376/​98 , NStZ-RR 1999, 16 ff. und Bran­den­bur­gi­sches Ober­lan­des­ge­richt, Beschluss vom 27.08.2012 – 1 Ws 132/​12 , NJW-Spe­zi­al 2013, 57 f.[]