Der Tat­bei­trag des Gehil­fen

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung ist als Hil­fe­leis­tung im Sin­ne des § 27 Abs. 1 StGB jede Hand­lung anzu­se­hen, wel­che die Her­bei­füh­rung des Tat­er­fol­ges durch den Haupt­tä­ter objek­tiv för­dert oder erleich­tert; dass sie für den Ein­tritt des Erfol­ges in sei­nem kon­kre­ten Geprä­ge in irgend­ei­ner Wei­se kau­sal wird, ist nicht erfor­der­lich.

Der Tat­bei­trag des Gehil­fen

Zwar setzt Bei­hil­fe nicht zwin­gend eine Ver­bes­se­rung der äuße­ren Bedin­gun­gen der Haupt­tat vor­aus (sog. phy­si­sche Bei­hil­fe); viel­mehr kann der Gehil­fe den Haupt­tä­ter auch dadurch unter­stüt­zen, dass er die­sen in sei­nem Tatent­schluss bestärkt (sog. psy­chi­sche Bei­hil­fe).

Stets bedarf es indes der genau­en Fest­stel­lung einer kon­kre­ten, der Bege­hung der Haupt­tat objek­tiv för­der­li­chen Tat­hand­lung des Gehil­fen und sei­ner hier­auf bezo­ge­nen Wil­lens­rich­tung [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. April 2016 – 3 StR 71/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 25.10.2011 – 3 StR 206/​11, NStZ 2012, 316[]