Der fast voll­ende­te Ver­such – und die Straf­zu­mes­sung

Das Gericht darf die Voll­endungs­nä­he und Gefähr­lich­keit des Ver­suchs, auf die es bereits zur Ableh­nung einer Straf­rah­men­ver­schie­bung nach § 23 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB abge­stellt hat, bei der kon­kre­ten Straf­zu­mes­sung nicht erneut her­an­zie­hen, indem es dort die durch die Ver­let­zun­gen her­vor­ge­ru­fe­ne aku­te Lebens­ge­fahr straf­schär­fend berück­sich­tigt.

Der fast voll­ende­te Ver­such – und die Straf­zu­mes­sung

Es ver­stößt gegen den Rechts­ge­dan­ken des § 46 Abs. 3 StGB, inner­halb des wegen der Erfolgs­nä­he nicht ver­scho­be­nen Straf­rah­mens die­se noch­mals zu Las­ten des Ange­klag­ten zu gewich­ten 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Mai 2016 – 5 StR 102/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 13.04.2010 – 5 StR 113/​10, NStZ 2010, 512; und vom 19.05.2010 – 5 StR 132/​10, Stra­Fo 2010, 429; Schä­fer/​Sander/​van Gemme­ren, Pra­xis der Straf­zu­mes­sung, 5. Aufl., Rn. 1031[]