Die Auf­klä­rungs­hil­fe des § 31 BtMG – und das Schwei­gen in der Haupt­ver­hand­lung

Die Vor­aus­set­zun­gen des § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG kön­nen auch erfüllt sein, wenn ein Ange­klag­ter im Ermitt­lungs­ver­fah­ren hin­rei­chen­de Anga­ben gemacht hat, aber im wei­te­ren Ver­fah­ren schweigt.

Die Auf­klä­rungs­hil­fe des § 31 BtMG – und das Schwei­gen in der Haupt­ver­hand­lung

Ent­schei­dend ist allein, dass der Auf­klä­rungs­ge­hil­fe durch kon­kre­te Anga­ben die Vor­aus­set­zun­gen dafür geschaf­fen hat, dass die Offen­ba­rung zu einem tat­säch­li­chen Auf­klä­rungs­er­folg geführt hat1.

Die all­ge­mei­ne Bemer­kung der Straf­kam­mer, ein (hier: zwei­fach) gemil­der­ter Straf­rah­men wer­de der Schwe­re der Taten nicht mehr gerecht, gestat­tet für sich genom­men nicht die Ver­sa­gung der Straf­rah­men­mil­de­rung.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Sep­tem­ber 2015 – 2 StR 305/​15

  1. BGH, Beschluss vom 17.09.2003 – 2 StR 320/​03, StV 2004, 605 []