Die beim Dea­ler sicher­ge­stell­ten Betäu­bungs­mit­tel in der Strafzumessung

Bei der Straf­zu­mes­sung ist zu Guns­ten des Ange­klag­ten zu berück­sich­tigt, wenn die Betäu­bungs­mit­tel­men­ge, die er zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf erwor­ben hat­te, sicher­ge­stellt wur­de und des­halb nicht in den Ver­kehr gelangte.

Die beim Dea­ler sicher­ge­stell­ten Betäu­bungs­mit­tel in der Strafzumessung

Bei die­sem Gesichts­punkt han­delt es sich nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wegen des damit ver­bun­de­nen Weg­falls der von Betäu­bungs­mit­teln übli­cher­wei­se aus­ge­hen­den Gefahr für die All­ge­mein­heit um einen bestim­men­den Straf­zu­mes­sungs­grund, der bei der Straf­be­mes­sung zu beach­ten ist1 und der dem­zu­fol­ge gemäß § 267 Abs. 3 Satz 1 Halb­satz 2 StPO in den Grün­den des Straf­ur­teils ange­führt wer­den muss2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Novem­ber 2020 – ? 4 StR 35/​2

  1. BGH, Beschluss vom 08.02.2017 ? 3 StR 483/​16, Stra­Fo 2017, 117 mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 05.06.2013 ? 4 StR 169/​13, NStZ 2013, 662; Beschluss vom 05.02.2020 – 2 StR 517/​19[]

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