Die bereits erfüll­te Bewäh­rungs­auf­la­ge – und die spä­te­re Gesamt­stra­fen­bil­dung

Durch die Ein­be­zie­hung gemäß § 55 StGB der dem frü­he­ren Urteil zugrun­de lie­gen­den Stra­fe in das spä­te­re Urteil ist die ursprüng­lich gewähr­te Straf­aus­set­zung ent­fal­len.

Die bereits erfüll­te Bewäh­rungs­auf­la­ge – und die spä­te­re Gesamt­stra­fen­bil­dung

In der­ar­ti­gen Fäl­len ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs 1 ein gebo­te­ner Aus­gleich für die Nicht­erstat­tung erfüll­ter Auf­la­gen durch eine die Straf­voll­stre­ckung der Gesamt­frei­heits­stra­fe ver­kür­zen­de Anrech­nung zu bewir­ken.

Dies gilt auch für die Anrech­nung von in Erfül­lung einer Bewäh­rungs­auf­la­ge geleis­te­ter gemein­nüt­zi­ger Arbeit.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Novem­ber 2017 – 5 StR 504/​17

  1. BGHSt 36, 378[]