Die Beweis­wür­di­gung in den Urteils­grün­den – und der ein­ge­rück­te Akten­in­halt

Die Beweis­wür­di­gung in den Urteils­grün­den soll kei­ne umfas­sen­de Doku­men­ta­ti­on der Beweis­auf­nah­me ent­hal­ten, son­dern ledig­lich bele­gen, war­um bestimm­te bedeut­sa­me Umstän­de so fest­ge­stellt wor­den sind1.

Die Beweis­wür­di­gung in den Urteils­grün­den – und der ein­ge­rück­te Akten­in­halt

Das Ein­rü­cken von Akten­in­halt in die Urteils­grün­de ersetzt die­se wer­ten­de Aus­wahl zwi­schen Wesent­li­chem und Unwe­sent­li­chen nicht2.

Im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall wur­de der Bestand des Urteils dadurch letzt­lich jedoch nicht gefähr­det, da sich die erfor­der­li­chen gericht­li­chen Aus­füh­run­gen zur Wür­di­gung der in der Haupt­ver­hand­lung erho­be­nen Bewei­se den Grün­den ent­neh­men las­sen und die­se den Schuld­spruch tra­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Juli 2018 – 1 StR 56/​18

  1. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschlüs­se vom 23.08.2012 – 1 StR 311/​12; und vom 04.10.2017 – 3 StR 145/​17; s. auch Mey­er-Goß­ner/Appl, Die Urtei­le in Straf­sa­chen, 29. Aufl., Rn. 350 mwN; San­der in Löwe/​Rosenberg, StPO, 26. Aufl., § 261 Rn. 58 []
  2. vgl. hier­zu BGH, Beschluss vom 30.05.2018 – 3 StR 486/​17 []