Die wei­ter­ge­lei­te­ten BTM-Men­gen – und das eigen­nüt­zi­ge Ver­hal­ten des Dea­lers

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist eine Tätig­keit eigen­nüt­zig, wenn das Tun des Täters vom Stre­ben nach Gewinn gelei­tet wird oder wenn er sich irgend­ei­nen ande­ren per­sön­li­chen Vor­teil davon ver­spricht, durch den er mate­ri­ell oder – objek­tiv mess­bar – imma­te­ri­ell bes­ser­ge­stellt wird.

Die wei­ter­ge­lei­te­ten BTM-Men­gen – und das eigen­nüt­zi­ge Ver­hal­ten des Dea­lers

Da der Vor­teil weder tat­säch­lich erlangt wer­den noch unmit­tel­bar aus dem Umsatz­ge­schäft resul­tie­ren muss, reicht die Erwar­tung eines mit­tel­ba­ren Vor­teils aus, um die Eigen­nüt­zig­keit zu begrün­den 1.

Ein sol­cher Vor­teil könn­te etwa dann gege­ben sein, wenn der Ange­klag­te durch die Bestel­lung grö­ße­rer Betäu­bungs­mit­tel­men­gen güns­ti­ge­re Ein­kaufs­prei­se für die für ihn selbst bezo­ge­nen Betäu­bungs­mit­tel erhal­ten konn­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. April 2018 – 1 StR 136/​18

  1. BGH, Beschluss vom 16.03.2016 – 4 StR 42/​16, NStZ-RR 2016, 212, 213 mwN[]