Die ein­an­der unbe­kann­ten Mit­tä­ter

Mit­tä­ter­schaft erfor­dert nicht zwin­gend eine Mit­wir­kung am Kern­ge­sche­hen selbst; aus­rei­chen kann auch ein die Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung för­dern­der Bei­trag, der sich auf eine Vor­be­rei­tungs- oder Unter­stüt­zungs­hand­lung beschränkt [1].

Die ein­an­der unbe­kann­ten Mit­tä­ter

Meh­re­re kön­nen eine Tat sogar dann gemein­schaft­lich bege­hen, wenn sie ein­an­der nicht ken­nen [2].

Vor die­sem Hin­ter­grund war es für den Bun­des­ge­richts­hof im vor­lie­gen­den Fall nicht zu bean­stan­den, dass die Straf­kam­mer ins­be­son­de­re auf­grund der gemein­sa­men Tat­pla­nung zur Brand­stif­tung, des nach und auf­grund des Tatent­schlus­ses erfolg­ten Abschlus­ses der Gebäu­de­ver­si­che­rung sowie des Inter­es­ses des Ange­klag­ten an der Tat des­sen Mit­tä­ter­schaft bejaht hat [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. März 2016 – 4 StR 7/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 02.07.2008 – 1 StR 174/​08, NStZ 2009, 25, 26; vom 19.08.2014 – 3 StR 326/​14 jeweils mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 12.11.2009 – 4 StR 275/​09, NStZ 2010, 342, 343, sowie BGH, Urteil vom 23.11.2011 – 2 StR 330/​11[]
  3. vgl. auch BGH, Urtei­le vom 17.10.2002 – 3 StR 153/​02, BGHR StGB § 26 Bestim­men 6; vom 23.11.2011 – 2 StR 330/​11[]