Die Ein­wir­kung eines V‑Manns – und die Strafzumessung

Die Ein­wir­kung einer poli­zei­li­chen Ver­trau­ens­per­son auf den Täter, die die­sen in erhöh­te Tat­schuld ver­strickt, ist bei der Straf­zu­mes­sung in der Regel zu wür­di­gen – gleich­gül­tig, ob sie sich in rechts­staat­li­chem Rah­men gehal­ten oder ihn über­schrit­ten hat [1].

Die Ein­wir­kung eines V‑Manns – und die Strafzumessung

Zu Guns­ten des Ange­klag­ten ist daher bei der Straf­zu­mes­sung auch der Umstand zu berück­sich­ti­gen, dass die­ser im Rah­men der Tat durch die poli­zei­li­che Ver­trau­ens­per­son dazu ver­an­lasst wur­de, „här­te­re“ Betäu­bungs­mit­tel ein­zu­füh­ren und damit Han­del zu trei­ben, als dies bis­lang der Fall war.

Die vom Land­ge­richt inso­fern ver­wen­de­te For­mu­lie­rung, dass eine Ver­trau­ens­per­son an der Tat betei­ligt war, lässt besor­gen, dass es die­sen Umstand nur unzu­rei­chend beach­tet hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Okto­ber 2019 – 1 StR 206/​19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 07.01.1993 – 4 StR 607/​92 Rn. 7; vgl. zudem BGH, Urtei­le vom 04.06.1992 – 4 StR 99/​92 Rn. 13; und vom 06.03.1992 – 2 StR 559/​91 Rn. 13[]