Die gemein­sam han­deln­den Dea­ler – und Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen

Tei­len sich zwei Dea­ler den "Gewinn" aus den von einem von ihnen getä­tig­ten Wei­ter­ver­äu­ße­run­gen der Betäu­bungs­mit­tel und zahlt nicht etwa der Ver­käu­fer ledig­lich Tei­le der Gel­der an den ande­ren aus lässt sich eine Mit­ver­fü­gungs­ge­walt der bei­den Ange­klag­ten über die vom Ver­käu­fer ver­ein­nahm­ten Gel­der in vol­ler Höhe anneh­men.

Die gemein­sam han­deln­den Dea­ler – und Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen

In einem sol­chen Fall haf­ten die Tat­be­tei­lig­ten in Höhe des ange­ord­ne­ten Wer­tes der Tat­erträ­ge als Gesamt­schuld­ner1.

Dies bedarf der Kenn­zeich­nung im Tenor, wobei die Anga­be des Namens des (jewei­li­gen) wei­te­ren Gesamt­schuld­ners nicht erfor­der­lich ist2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Juli 2019 – 4 StR 195/​19

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 23.11.2011 – 4 StR 516/​11; vom 18.09.2018 – 3 StR 77/​18 – jew. mwN []
  2. BGH, Urteil vom 07.06.2018 – 4 StR 63/​18 16; Beschlüs­se vom 18.07.2018 – 2 StR 245/​18; vom 11.09.2018 – 2 StR 305/​18, jew. mwN []