Die gemein­schaft­lich began­ge­ne gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung

Der gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB macht sich schul­dig, wer die Kör­per­ver­let­zung (§ 223 Abs. 1 StGB) mit einem ande­ren Betei­lig­ten gemein­schaft­lich begeht.

Die gemein­schaft­lich began­ge­ne gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung

Dabei wird weder Eigen­hän­dig­keit noch Mit­tä­ter­schaft vor­aus­ge­setzt; aus­rei­chend ist viel­mehr schon das gemein­sa­me Wir­ken eines Täters und eines Gehil­fen bei der Bege­hung einer Kör­per­ver­let­zung 1.

Vor­aus­ge­setzt ist eine Betei­li­gung, durch die sich die Gefähr­lich­keit der kon­kre­ten Tat­si­tua­ti­on erhöht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Janu­ar 2017 – 2 StR 188/​16

  1. BGH, Urteil vom 03.09.2002 – 5 StR 210/​02, BGHSt 47, 383, 386[]
  2. Fischer, StGB, 64. Aufl., § 224 Rn. 11a[]