Die Kor­rek­tur des Kon­kur­renz­ver­hält­nis­ses durch das Revi­si­ons­ge­richt

Die blo­ße Kor­rek­tur des Kon­kur­renz­ver­hält­nis­ses führt nicht zum Weg­fall der Ein­zel­stra­fen oder zur Auf­he­bung der Gesamt­stra­fe.

Die Kor­rek­tur des Kon­kur­renz­ver­hält­nis­ses durch das Revi­si­ons­ge­richt

Dies gilt jeden­falls dann, wenn die Kor­rek­tur des Kon­kur­renz­ver­hält­nis­ses kei­ne Ver­rin­ge­rung des Tat­un­rechts und des Schuld­ge­halts in sei­ner Gesamt­heit zur Fol­ge hat 1.

Der Bun­des­ge­richts­hof schließt des­halb in der­ar­ti­gen Fäl­len aus, dass das Land­ge­richt vor dem Hin­ter­grund der ver­blei­ben­den Ein­zel­stra­fen auf nied­ri­ge­re Gesamt­frei­heits­stra­fen erkannt hät­te.

Im Fal­le einer Zusam­men­fas­sung aller Ein­zel­ta­ten zu einer Tat im Sin­ne des § 52 StGB wäre sogar eine Auf­recht­erhal­tung der Gesamt­stra­fen als (ver­blei­ben­de) Ein­zel­stra­fen mög­lich gewe­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. März 2018 – 4 StR 75/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 04.07.2017 – 4 StR 566/​16, NStZ-RR 2017, 306, 307; Urteil vom 20.02.2014 – 3 StR 178/​13, Stra­Fo 2014, 298, 299; Urteil vom 05.06.2013 – 2 StR 537/​12, Rn. 12; Beschluss vom 30.07.2013 – 4 StR 29/​13, NStZ 2013, 641; Beschluss vom 22.12 2011 – 4 StR 514/​11, wis­tra 2012, 146, 147; Beschluss vom 07.01.2011 – 4 StR 409/​10, NJW 2011, 2149, 2151, jeweils mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 21.11.2017 – 4 StR 438/​17, Rn. 4[]