Die kri­mi­na­li­sier­te Rocker­kut­te

Per­so­nen, die öffent­lich die Kenn­zei­chen ver­bo­te­ner Rocker­grup­pen z. B. der „Hells Angels MC“, „Chi­ca­nos MC“, „Mon­gols MC“ oder „Gre­mi­um MC“ und ande­rer ver­bo­te­nen Ver­ei­ne ver­wen­den, machen sich gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 5 des Ver­eins­ge­set­zes straf­bar.

Die kri­mi­na­li­sier­te Rocker­kut­te

Nach­dem die­ser Tat­be­stand durch ein Urteil des Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richts Ham­burg [1] noch­mals in die öffent­li­che Dis­kus­si­on geriet, machen jetzt eini­ge Bun­des­län­der öffent­lich­keits­wirk­sam hier­auf auf­merk­sam. Sym­bol­po­li­tik halt.

So hat das Nie­der­säch­si­sche Minis­te­ri­um für Inne­res und Sport durch Abfra­gen beim Bund und bei den ande­ren Bun­des­län­dern erfasst, wel­che Rocker­clubs bun­des­weit oder auch in ein­zel­nen Län­dern ver­bo­ten sind und will nun ab dem 1. Sep­tem­ber 2014 das Ver­wen­den der Sym­bo­le von ins­ge­samt 26 Rocker­ver­ei­ni­gun­gen straf­recht­li­che ver­fol­gen. Damit geht die­se Rege­lung straf­recht­lich deut­lich wei­ter als ver­gleich­ba­re Rege­lun­gen in ande­ren Bun­des­län­dern, in denen der­zeit oft­mals nur das öffent­li­che Tra­gen der dort ver­bo­te­nen Clubs straf­recht­lich ver­folgt wird.

Der­ar­ti­ge ver­bo­te­ne Kenn­zei­chen fin­den sich übri­gens nicht nur auf den Kut­ten, an Autos und Gebäu­den: auch Täto­wie­run­gen kön­nen hier­un­ter fal­len.

  1. OLG Ham­burg, Urteil vom 07.04.2014 – 1 ‑31/​13[]