Die „Lie­bes­be­zie­hung” zu einem 11jährigen, lern­be­hin­der­ten Kind

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann es im Aus­nah­me­fall straf­mil­dernd zu berück­sich­ti­gen sein, wenn zwi­schen dem Täter und dem Kind ein­ver­nehm­li­che sexu­el­le Kon­tak­te im Rah­men eines beson­ders nahen, auch vom Tat­op­fer als „Lie­bes­be­zie­hung” emp­fun­de­nen Ver­hält­nis­ses erfol­gen1.

Die „Lie­bes­be­zie­hung” zu einem 11jährigen, lern­be­hin­der­ten Kind

Abge­se­hen davon, dass in hier ent­schie­de­nen Fall ein von Sei­ten des Opfers so emp­fun­de­nes „Lie­bes­ver­hält­nis” nicht fest­ge­stellt ist, liegt ein sol­cher Aus­nah­me­fall hier aber auch schon des­we­gen nicht vor, weil das geschä­dig­te Mäd­chen, wie dem knapp 60 Jah­re alten Ange­klag­ten bewusst war, zu den Tat­zei­ten höchs­tens elf Jah­re alt und lern­be­hin­dert war.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Febru­ar 2018 – 5 StR 610/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 05.04.2005 – 4 StR 95/​05, StV 2005, 387, 388 mwN