Die “Liebesbeziehung” zu einem 11jährigen, lernbehinderten Kind

17. April 2018 | Strafrecht
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Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann es im Ausnahmefall strafmildernd zu berücksichtigen sein, wenn zwischen dem Täter und dem Kind einvernehmliche sexuelle Kontakte im Rahmen eines besonders nahen, auch vom Tatopfer als “Liebesbeziehung” empfundenen Verhältnisses erfolgen1.

Abgesehen davon, dass in hier entschiedenen Fall ein von Seiten des Opfers so empfundenes “Liebesverhältnis” nicht festgestellt ist, liegt ein solcher Ausnahmefall hier aber auch schon deswegen nicht vor, weil das geschädigte Mädchen, wie dem knapp 60 Jahre alten Angeklagten bewusst war, zu den Tatzeiten höchstens elf Jahre alt und lernbehindert war.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 6. Februar 2018 – 5 StR 610/17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 05.04.2005 – 4 StR 95/05, StV 2005, 387, 388 mwN

 
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