Die nicht eigenhändig begangene gefährliche Körperverletzung

§ 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB setzt voraus, dass der Täter die Körperverletzung mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich begeht.

Die nicht eigenhändig begangene gefährliche Körperverletzung

Nicht erforderlich ist die eigenhändige Mitwirkung jedes einzelnen an der Verletzungshandlung.

Ausreichend, aber auch erforderlich ist, dass eine am Tatort anwesende Person den unmittelbar Tatausführenden aktiv – physisch oder psychisch – unterstützt1.

Allein der Umstand, dass nach dem gemeinsamen Tatplan die Überfallenen bei Gegenwehr “weggeschubst” werden sollten, reicht insoweit für die Annahme von Mittäterschaft nicht aus.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 25. Juli 2017 – 3 StR 113/17

  1. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Urteil vom 22.12 2005 – 4 StR 347/05, NStZ 2006, 572, 573 []