Die Unter­schrift auf dem Eröff­nungs­be­schluss

Die Unter­schrift des (Vor­sit­zen­den) Rich­ters auf dem Eröff­nungs­be­schluss muss den Anfor­de­run­gen ent­spricht, die nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs an eine ord­nungs­ge­mä­ße und damit wirk­sa­me Unter­zeich­nung zu stel­len sind:

Die Unter­schrift auf dem Eröff­nungs­be­schluss

Danach muss eine Unter­schrift nicht les­bar sein, wes­halb Undeut­lich­kei­ten und sogar Ver­stüm­me­lun­gen ein­zel­ner Buch­sta­ben im Schrift­bild unschäd­lich sind. Es genügt ein indi­vi­du­el­ler Schrift­zug, der cha­rak­te­ris­ti­sche Merk­ma­le auf­weist und ein Min­dest­maß an Ähn­lich­kei­ten zu der ursprüng­li­chen Schrift aus Buch­sta­ben ent­hält, das es einem Drit­ten, der den Namen des Unter­zeich­nen­den kennt, ermög­licht, die­sen Namen aus dem Schrift­bild noch her­aus­zu­le­sen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. März 2019 – 3 StR 452/​18

  1. BGH, Urteil vom 07.01.1959 2 StR 550/​58, BGHSt 12, 317, 319; Beschluss vom 30.08.1988 1 StR 377/​88, BGHR StPO § 275 Abs. 2 Satz 1 Unter­schrift 1[]