Die Ver­neh­mung von Aus­lands­zeu­gen

Nach § 244 Abs. 5 Satz 2 StPO kann der Antrag auf Ver­neh­mung eines Zeu­gen, des­sen Ladung im Aus­land zu bewir­ken wäre, abge­lehnt wer­den, wenn die Ver­neh­mung nach dem pflicht­ge­mä­ßen Ermes­sen des Gerichts zur Erfor­schung der Wahr­heit nicht erfor­der­lich ist.

Die Ver­neh­mung von Aus­lands­zeu­gen

Maß­stab für die­se Prü­fung ist die Auf­klä­rungs­pflicht im Sin­ne von § 244 Abs. 2 StPO 1 und damit der glei­che Maß­stab, der für die Ent­schei­dung über Beweis­er­mitt­lungs­an­trä­ge gilt 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Mai 2018 – 3 StR 355/​17

  1. LR/​Becker, StPO, 26. Aufl., § 244 Rn. 355 ff. i.V.m. Rn. 342 mwN[]
  2. vgl. LR/​Becker aaO, Rn. 163 mwN[]