Die abge­lehn­te erneu­te Ver­neh­mung eines Zeu­gen

Wird mit der Revi­si­on die Ableh­nung eines Antrags auf Ver­neh­mung eines bereits ange­hör­ten Zeu­gen gel­tend gemacht, muss nach stän­di­ger Recht­spre­chung mit­ge­teilt wer­den, dass und wozu der Zeu­ge in der Haupt­ver­hand­lung bereits aus­ge­sagt hat.

Die abge­lehn­te erneu­te Ver­neh­mung eines Zeu­gen

Denn nur dann kann geprüft wer­den, ob es sich nicht um einen blo­ßen Antrag auf Wie­der­ho­lung einer bereits durch­ge­führ­ten Beweis­auf­nah­me oder auf Fest­stel­lung ihres Inhalts han­del­te und ob der Antrag als Beweis­an­trag zu ver­be­schei­den war oder – wie hier gesche­hen und bean­stan­det – als Beweis­an­re­gung abge­lehnt wer­den durf­te 1.

Nicht aus­rei­chend ist, wenn die Revi­si­on zwar mit­teilt, dass der Zeu­ge bereits zuvor ver­nom­men wor­den war, es aber ver­säumt, den Inhalt sei­ner Anga­ben zu schil­dern.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. August 2016 – – 5 StR 182/​16

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 18.05.2000 – 4 StR 647/​99, BGHSt 46, 73, 80; vom 13.12 2001 – 5 StR 322/​01; vom 16.06.2005 – 3 StR 338/​04; Beschluss vom 01.06.2015 – 4 StR 21/​15, jeweils mwN[]