Die Voll­endung des Dieb­stahls

Die Weg­nah­me in Zueig­nungs­ab­sicht ist dann voll­endet, wenn frem­der Gewahr­sam gebro­chen und neu­er Gewahr­sam begrün­det ist.

Die Voll­endung des Dieb­stahls

Für die Fra­ge des Wech­sels der tat­säch­li­chen Sach­herr­schaft ist ent­schei­dend, dass der Täter die Herr­schaft über die Sache der­art erlangt, dass er sie ohne Behin­de­rung durch den alten Gewahr­sams­in­ha­ber aus­üben und die­ser über die Sache nicht mehr ver­fü­gen kann, ohne sei­ner­seits die Ver­fü­gungs­ge­walt des Täters zu bre­chen.

Ob dies der Fall ist, rich­tet sich nach den Anschau­un­gen des täg­li­chen Lebens. Einen bereits gesi­cher­ten Gewahr­sam setzt die Tat­voll­endung nicht vor­aus 1.

Hier­von aus­ge­hend genügt es bei hand­li­chen und leicht beweg­li­chen Sachen, wenn der Täter die­se in sei­ner Klei­dung oder in einem sei­ner­seits leicht zu trans­por­tie­ren­den Behält­nis ver­birgt.

Das Ver­las­sen des grund­sätz­li­chen Herr­schafts­be­reichs des Geschä­dig­ten ist kei­ne Vor­aus­set­zung für die Voll­endung der Weg­nah­me 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Sep­tem­ber 2014 – 3 StR 373/​14

  1. BGH, Urteil vom 26.06.2008 – 3 StR 182/​08, NStZ 2008, 624, 625 mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 06.11.1974 – 3 StR 200/​74, BGHSt 26, 24, 25 f.[]