Die Zeit­ver­gü­tung eines Rechts­an­walts – Dar­le­gungs- und Beweis­last

Soweit ein Straf­ver­tei­di­ger Ansprü­che aus einer Zeit­ver­gü­tung her­lei­tet, trägt er die Dar­le­gungs- und Beweis­last, dass die berech­ne­te Ver­gü­tung tat­säch­lich ent­stan­den ist.

Die Zeit­ver­gü­tung eines Rechts­an­walts – Dar­le­gungs- und Beweis­last

Hier­bei erfor­dert eine schlüs­si­ge Dar­le­gung der gel­tend gemach­ten Stun­den, dass über pau­scha­le Anga­ben hin­aus die wäh­rend des abge­rech­ne­ten Zeit­raums getrof­fe­nen Maß­nah­men kon­kret und in nach­prüf­ba­rer Wei­se dar­ge­legt wer­den 1.

Die­se Grund­sät­ze sind ver­all­ge­mei­ne­rungs­fä­hig und gel­ten glei­cher­ma­ßen auch für das Zivil­ver­fah­ren 2.

Der Maß­stab hin­sicht­lich der Dar­le­gung des Zeitho­no­rars eines Archi­tek­ten 3 ist anders gela­gert und kann auf die Rechts­be­ra­ter nicht über­tra­gen wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Dezem­ber 2014 – IX ZR 177/​13

  1. BGH, Urteil vom 04.02.2010 – IX ZR 18/​09, BGHZ 184, 209 Rn. 77[]
  2. Gehr­lein, Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­haf­tung, 3. Aufl., S.205 ff; D. Fischer in Zugehör/​G. Fischer/​Vill/​D. Fischer/​Rinkler/​Chab, Hand­buch der Anwalts­haf­tung, 3. Aufl., Rn. 951[]
  3. BGH, Urteil vom 17.04.2009 – VII ZR 164/​07, BGHZ 180, 235 Rn. 32 ff[]