Die zwi­schen­zeit­li­che Beru­fungs­ver­hand­lung in ande­rer Sache – und die Gesamt­stra­fen­bil­dung

Eine Gesamt­stra­fen­bil­dung ist gemäß § 55 Abs. 1 Sät­ze 1 und 2 StGB mög­lich, wenn nach Bege­hung der ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Taten in einer Beru­fungs­ver­hand­lung in ande­rer Sache zur Sache ver­han­delt wur­de.

Die zwi­schen­zeit­li­che Beru­fungs­ver­hand­lung in ande­rer Sache – und die Gesamt­stra­fen­bil­dung

Bei einem die Beru­fung als unzu­läs­sig ver­wer­fen­den Urteil oder einer Beru­fungs­ent­schei­dung nach § 329 Abs. 1 StPO ist jedoch nicht zur Sache ver­han­delt wor­den, so dass das Land­ge­richt in die­sem Fal­le zu Recht von einer nach­träg­li­chen Gesamt­stra­fen­bil­dung abge­se­hen hät­te1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. August 2018 – 2 StR 108/​18

  1. vgl. Münch­Komm-StG­B/Heint­schel­Hein­egg 3. Auf­la­ge § 55 Rn. 10 []