Ein­be­zie­hung einer Stra­fe in eine nach­träg­lich zu bil­den­de Gesamt­stra­fe

Die Ein­be­zie­hung einer Stra­fe in eine nach­träg­lich zu bil­den­de Gesamt­stra­fe setzt nach § 55 Abs. 1 Satz 1 StGB vor­aus, dass die Tat, für wel­che die Stra­fe ver­hängt wor­den ist, vor der frü­he­ren Ver­ur­tei­lung began­gen wur­de.

Ein­be­zie­hung einer Stra­fe in eine nach­träg­lich zu bil­den­de Gesamt­stra­fe

Für die Fra­ge, ob dies der Fall ist, kommt es auf die Been­di­gung der mate­ri­ell­recht­li­chen Tat an. Denn erst zu die­sem Zeit­punkt kann die Tat abschlie­ßend beur­teilt wer­den [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 26. Okto­ber 2017 – 4 StR 259/​17

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüs­se vom 18.08.2015 – 1 StR 305/​15, NStZ-RR 2015, 305; vom 16.09.2014 – 3 StR 423/​14 Rn. 4; vom 01.07.2009 – 2 StR 116/​09, Stra­Fo 2010, 37; vom 04.04.2000 – 5 StR 105/​00; Ris­sing­van Saan in LK-StGB, 12. Aufl., § 55 Rn. 9 mwN[]