Ein­fuhr und Besitz von Betäu­bungs­mit­teln

Die täter­schaft­li­che Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge ver­drängt den dazu tat­ein­heit­lich aus geur­teil­ten Besitz von Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge; der Besitz tritt in sol­chen Fäl­len als Auf­fang­tat­be­stand hin­ter der voll­ende­ten Ein­fuhr zurück 1.

Ein­fuhr und Besitz von Betäu­bungs­mit­teln

Eine (mit)täterschaftliche Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln liegt nicht vor, wenn kei­ner­lei kon­kre­ter Ein­fluss auf die Fahrt des beauf­trag­ten Kuriers besteht 2. In die­sem Fall kann anstel­le von Täter­schaft nur eine (Ket­ten)Anstif­tung des Kuriers hin­sicht­lich der Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge in Fra­ge kom­men.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Juli 2016 – 1 StR 200/​16

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 03.09.2015 – 1 StR 322/​15 mwN[]
  2. vgl. zu den Anfor­de­run­gen BGH, Beschluss vom 31.03.2015 – 3 StR 630/​14, StV 2015, 632[]