Ein­ge­hungs­be­trug – und das Zurück­be­hal­tungs­recht

Die Vor­aus­set­zun­gen eines Ein­ge­hungs­be­trugs lie­gen nicht vor, soweit eine Ver­pflich­tung nur zur Zug-um-Zug-Leis­tung besteht 1.

Ein­ge­hungs­be­trug – und das Zurück­be­hal­tungs­recht

In einem sol­chen Fall läge ein Ein­ge­hungs­be­trug nur in Bezug auf eine mög­li­cher­wei­se geschul­de­te Vor­aus­zah­lung vor.

Dane­ben wäre mit Blick auf Zah­lun­gen, die über die Vor­aus­zah­lung hin­aus­gin­gen das Vor­lie­gen etwai­ger wei­te­rer betrugs­re­le­van­ter Täu­schun­gen im Rah­men der wei­te­ren Ver­trags­ab­wick­lung zu prü­fen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Okto­ber 2019 – 4 StR 37/​19

  1. vgl. BGH, Urteil vom 18.09.1997 – 5 StR 331/​97, NStZ 1998, 85; Beschlüs­se vom 06.03.2018 – 3 StR 552/​17, NStZ 2018, 713; vom 12.06.2001 – 4 StR 402/​00, NStZ-RR 2001, 328, 329; vom 09.12 1994 – 3 StR 433/​94, BGHR § 263 Abs. 1 StGB Ver­mö­gens­scha­den 46; jeweils mwN[]
  2. vgl. etwa BGH, Beschluss vom 30.05.2018 – 3 StR 486/​17[]