Ein­zie­hung bei BTM-Ein­fuhr – und der Eigen­kon­sum

Bei sei­ner Ent­schei­dung über die Ein­zie­hung von Wert­er­satz darf das Gericht nur die aus den Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten erziel­ten Erlö­se, nicht aber dar­über hin­aus auch den Wert der zum Eigen­kon­sum erwor­be­nen Betäu­bungs­mit­tel etwa mit ihrem Ein­kaufs­preis­be­rück­sich­ti­gen.

Ein­zie­hung bei BTM-Ein­fuhr – und der Eigen­kon­sum

Die inso­weit erlang­ten Betäu­bungs­mit­tel waren kei­ne Tat­erträ­ge, son­dern Tat­ob­jek­te und hät­ten, da der Ange­klag­te an ihnen kein Eigen­tum erwor­ben hat1, nur der (Sicherungs-)Einziehung nach § 33 Satz 1 BtMG, § 74b Abs. 1 Nr. 2 StGB unter­le­gen.

Die Ein­zie­hung von Wert­er­satz schei­det des­halb aus2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. April 2019 – 5 StR 64/​19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 11.06.1985 – 5 StR 275/​85, BGHSt 33, 233 []
  2. vgl. Weber, BtMG, 5. Aufl., § 33 Rn. 427 f.; BGH, Beschluss vom 05.03.2009 – 4 StR 19/​09, NStZ-RR 2009, 320 []