Ein­zie­hung – und die Bezeich­nung der Gegen­stän­de

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung müs­sen ein­zu­zie­hen­de Gegen­stän­de im Tenor so genau ange­ge­ben wer­den, dass bei allen Betei­lig­ten und den Voll­stre­ckungs­or­ga­nen Klar­heit über den Umfang der Ein­zie­hung besteht [1].

Ein­zie­hung – und die Bezeich­nung der Gegen­stän­de

Dies ist unter­blie­ben, wenn ledig­lich die Ein­zie­hung der "sicher­ge­stell­ten Betäu­bungs­mit­tel" ange­ord­net wor­den ist.

Inso­weit bedarf es jedoch kei­ner Zurück­ver­wei­sung durch das Beru­fungs­ge­rihct, wenn die Urteils­grün­de die bei Betäu­bungs­mit­teln erfor­der­li­chen Anga­ben über Art und Men­ge ent­hal­ten, so dass die kon­kre­te Bezeich­nung der ein­zu­zie­hen­den Gegen­stän­de in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 354 Abs. 1 StPO vom Bun­des­ge­richts­hof nach­ge­holt wer­den kann [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Juni 2017 – 1 StR 195/​17

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 11.05.2017 – 5 StR 133/​17; vom 26.01.2017 – 5 StR 531/​16; vom 10.05.2017 – 2 StR 117/​17, Stra­FO 2017, 245; und vom 10.11.2016 – 1 StR 453/​16, NStZ 2017, 88, 89[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 14.05.2014 – 3 StR 398/​13, NStZ-RR 2015, 16, 17; und vom 23.11.2010 – 3 StR 393/​10[]