Ein­zie­hung der erwor­be­nen Betäubungsmittel

Bei den erwor­be­nen Betäu­bungs­mit­teln han­delt es sich nicht um Tat­erträ­ge im Sin­ne von § 73 Abs. 1 StGB, § 73c StGB, son­dern um Tat­ob­jek­te, die gemäß § 33 Satz 1 BtMG, § 74 Abs. 2 StGB ein­zu­zie­hen sind1.

Ein­zie­hung der erwor­be­nen Betäubungsmittel

Soweit – wie hier – die Betäu­bungs­mit­tel ver­kauft oder zum Eigen­kon­sum ver­braucht wur­den, kommt eine Ein­zie­hung des Wer­tes der Tat­ob­jek­te nicht in Betracht. Denn eine sol­che Ein­zie­hung setzt nach § 74c Abs. 1 StGB vor­aus, dass die Gegen­stän­de dem von der Anord­nung Betrof­fe­nen gehör­ten. Für im Inland erwor­be­ne Betäu­bungs­mit­tel ist das nicht der Fall, da dem Eigen­tums­er­werb § 134 BGB ent­ge­gen­steht2.

Hier ist jedoch der Wert der Erlö­se aus dem Betäu­bungs­mit­tel­han­del gemäß §§ 73 Abs. 1, 73c Satz 1 StGB ein­zu­zie­hen3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Dezem­ber 2020 – 5 StR 185/​20

  1. BGH, Beschlüs­se vom 10.06.2020 – 3 StR 37/​20, wis­tra 2020, 467; vom 25.11.2020 – 5 StR 435/​20, jeweils mwN[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 10.06.2020 – 3 StR 37/​20, aaO; vom 24.09.2019 – 5 StR 269/​19, NStZ 2020, 24[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 25.11.2020 – 5 StR 435/​20[]

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