Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen – und die gemein­sa­me Ver­fü­gungs­ge­walt

Bei der Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen ist zu beden­ken, dass Tat­be­tei­lig­te, die an den­sel­ben Gegen­stän­den (Mit-)Ver­fü­gungs­ge­walt erlangt haben, als Gesamt­schuld­ner haf­ten 1.

Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen – und die gemein­sa­me Ver­fü­gungs­ge­walt

Dass der Ange­klag­te nur als Gesamt­schuld­ner mit sei­nem Mit­tä­ter haf­tet, bedarf auch nach neu­em Recht der Kenn­zeich­nung im Tenor 2.

Damit wird ermög­licht, dass den Betei­lig­ten das aus der Tat Erlang­te ent­zo­gen wird, aber zugleich ver­hin­dert, dass dies mehr­fach erfolgt 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Sep­tem­ber 2019 – 3 StR 354/​19

  1. vgl. BGH, Urteil vom 28.10.2010 4 StR 215/​10, BGHSt 56, 39, 46 f.; Beschluss vom 12.06.2019 3 StR 188/​19 2[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 7.06.2018 – 4 StR 63/​18; Beschluss vom 18.07.2018 – 2 StR 245/​18, BeckRS 2018, 19552[]
  3. BGH, Urteil vom 24.05.2018 – 5 StR 623624/​17; NStZ-RR 2018, 240[]