Ein­zie­hung des Tat­fahr­zeugs – und die Straf­zu­mes­sung

Die Ein­zie­hung des zur Tat­be­ge­hung gebrauch­ten Kraft­fahr­zeugs hat den Cha­rak­ter einer Neben­stra­fe und stellt damit eine Straf­zu­mes­sungs­ent­schei­dung dar 1.

Ein­zie­hung des Tat­fahr­zeugs – und die Straf­zu­mes­sung

Wird dem Täter ein ihm zuste­hen­der Gegen­stand von nicht uner­heb­li­chem Wert ent­zo­gen, so kann dies ein bestim­men­der Gesichts­punkt für die Bemes­sung der dane­ben zu ver­hän­gen­den Stra­fe und inso­weit im Wege einer Gesamt­be­trach­tung der den Täter tref­fen­den Rechts­fol­gen ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen sein 2.

Dies hat­te das Land­ge­richt hier nicht erkenn­bar bedacht, denn es hat­te den Wert des Kraft­fahr­zeugs nicht fest­ge­stellt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Mai 2018 – 5 StR 108/​18

  1. st. Rspr., vgl. etwa BGH, Beschluss vom 26.04.1983 – 1 StR 28/​83, NJW 1983, 2710[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 16.02.2012 – 3 StR 470/​11; vom 27.05.2014 – 3 StR 137/​14; vom 10.01.2017 – 3 StR 484/​16[]