Ein­zie­hung – und der erfor­der­li­che Mit­ge­wahr­sam

Die Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen gemäß § 73c Satz 1 StGB knüpft an § 73 Abs. 1 StGB an und setzt daher vor­aus, dass der Täter durch eine rechts­wid­ri­ge Tat oder für sie etwas erlangt hat.

Ein­zie­hung – und der erfor­der­li­che Mit­ge­wahr­sam

Hier­zu ist in Fäl­len der Betei­li­gung meh­re­rer an einer Tat erfor­der­lich, dass die meh­re­ren Tat­be­tei­lig­ten fak­ti­sche bzw. wirt­schaft­li­che Mit­ver­fü­gungs­macht über die Beu­te erlangt haben.

Dabei kommt eine Zurech­nung nach den Grund­sät­zen der Mit­tä­ter­schaft gemäß § 25 Abs. 2 StGB nur in Betracht, wenn sich die Betei­lig­ten dar­über einig waren, dass dem jewei­li­gen Mit­tä­ter zumin­dest Mit­ver­fü­gungs­ge­walt über die Beu­te zukom­men soll­te und er die­se auch tat­säch­lich hat­te 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. August 2018 – 4 StR 255/​18

  1. vgl. BGH, Urteil vom 07.06.2018 – 4 StR 63/​18, Rn. 12; Urteil vom 24.05.2018 – 5 StR 624/​17, NStZ-RR 2018, 240, 241; jeweils mwN[]