Ein­zie­hung – und die erlang­te Tat­beu­te

Es genügt für das Erlan­gen im Sin­ne des § 73 Abs. 1 StGB, dass ein Tat­be­tei­lig­ter in irgend­ei­ner Pha­se der Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung die fak­ti­sche oder wirt­schaft­li­che Mit­ver­fü­gungs­macht über die Tat­beu­te inne­hat 1.

Ein­zie­hung – und die erlang­te Tat­beu­te

Es ist daher auch nicht erfor­der­lich, dass er an der Weg­nah­me der Tat­beu­te selbst betei­ligt ist. Viel­mehr genügt es, wenn er erst bei der Beu­te­tei­lung unge­hin­der­ten Zugriff auf den betref­fen­den Ver­mö­gens­ge­gen­stand neh­men kann 2.

Die blo­ße Annah­me mit­tä­ter­schaft­li­chen Han­delns ver­mag die feh­len­de Dar­le­gung des tat­säch­li­chen Gesche­hens hier­zu nicht zu erset­zen 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Sep­tem­ber 2019 – 5 StR 213/​19

  1. vgl. BGH, Urteil vom 18.07.2018 – 5 StR 645/​17, NStZ-RR 2018, 278, 279 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 24.05.2018 – 5 StR 623/​17 und 5 StR 624/​17[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 07.06.2018 – 4 StR 63/​18, BGHR StGB § 73c Abs. 1 Erlang­tes 1[]