Ein­zie­hung von Wert­er­satz – und die Bestim­mung ihrer Höhe

Ein­zu­zie­hen nach § 73 Abs. 1 nF StGB ist grund­sätz­lich jeder Ver­mö­gens­wert (‚etwas‘), den der Täter oder Teil­neh­mer ‚durch‘ oder ‚für‘ eine rechts­wid­ri­ge Tat (= Erwerbs­tat) ‚erlangt‘ hat.

Ein­zie­hung von Wert­er­satz – und die Bestim­mung ihrer Höhe

Durch‘ die rechts­wid­ri­ge Tat sind Ver­mö­gens­wer­te erlangt, die dem Täter oder Teil­neh­mer auf­grund bzw. unmit­tel­bar aus der Ver­wirk­li­chung des Tat­be­stan­des selbst in irgend­ei­ner Pha­se des Tat­be­stands zuflie­ßen.

Für die Tat‘ sind Vor­tei­le erlangt, wenn sie dem Betei­lig­ten als Gegen­leis­tung für sein rechts­wid­ri­ges Han­deln gewährt wer­den (‚Lohn‘), jedoch nicht auf der Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung selbst beru­hen 1.

Die im Sin­ne der Abre­de bestim­mungs­ge­mä­ße Ver­wen­dung der Gel­der kann nicht zugleich als Ver­ei­te­lungs­hand­lung gemäß § 74c StGB ange­se­hen wer­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Febru­ar 2018 – 4 StR 648/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 19.10.2010 – 4 StR 277/​10; BGH, Urteil vom 02.12 2005 – 5 StR 119/​05, BGHSt 50, 299, 309 f.; Urteil vom 22.10.2002 – 1 StR 169/​02, NStZ-RR 2003, 10; vgl. zur Neu­fas­sung auch GesE d. BReg v. 13.07.2016, BT-Dr. 18/​9525, S. 55, 61/​63 sowie Fischer StGB, 65. Aufl.2018, § 73 Rn. 23 f. mwN.; Beck­OK StGB/​Heuchemer StGB § 73 Rn. 6; Köh­ler, NStZ 2017, 503[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 19.10.2010 – 4 StR 277/​10; BGH, Beschluss vom 20.09.1991 – 2 StR 387/​91, BGHR StGB § 74c Abs. 1 Ver­ei­te­lung 1[]