Ein­zie­hung des Wert­er­sat­zes – und die Straf­zu­mes­sung

Die Ein­zie­hung des Wert­er­sat­zes für den Ver­kauf des Grund­stücks, auf dem eine Can­na­bis­plan­ta­ge betrie­ben wor­den war, kann auf § 74 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, 74c Abs. 1 StGB gestützt wer­den 1. Aller­dings hat das Gericht hier­bei zu beden­ken, dass eine Maß­nah­me nach die­ser Vor­schrift den Cha­rak­ter einer Neben­stra­fe hat und damit eine Straf­zu­mes­sungs­ent­schei­dung dar­stellt.

Ein­zie­hung des Wert­er­sat­zes – und die Straf­zu­mes­sung

Wird dem Täter auf die­se Wei­se ein ihm zuste­hen­der Gegen­stand von nicht unbe­trächt­li­chem Wert ent­zo­gen, so ist dies als bestim­men­der Gesichts­punkt für die Bemes­sung der dane­ben zu ver­hän­gen­den Stra­fe im Wege einer Gesamt­be­trach­tung der den Täter tref­fen­den Rechts­fol­gen ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Juni 2017 – 3 StR 58/​17

  1. BGH, Beschluss vom 31.03.2016 – 2 StR 243/​15, NStZ 2017, 89, 90[]
  2. st. Rspr.; etwa BGH, Beschluss vom 16.02.2012 – 3 StR 470/​11, NStZ-RR 2012, 169, 170 mwN[]