Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen – bei meh­re­ren Mit­tä­tern

Haben Mit­tä­ter einer Straf­tat unmit­tel­bar aus der Tat etwas erlangt, so haf­ten sie bei Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen gemäß §§ 73, 73c StGB – wie zuvor beim Ver­fall von Wert­er­satz – als Gesamt­schuld­ner, wenn sie in 'irgend­ei­ner Pha­se des Tat­ab­laufs' 1, d. h. zumin­dest zeit­wei­se bei oder nach der Tat, eine fak­ti­sche oder wirt­schaft­li­che (Mit)Ver­fü­gungs­ge­walt inne gehabt haben 2.

Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen – bei meh­re­ren Mit­tä­tern

Dies ist etwa bei einer dem gemein­sa­men Tat­plan ent­spre­chen­den gemein­schaft­li­chen Tat­aus­füh­rung und bei­der­sei­ti­gen Anwe­sen­heit am Tat­ort der Fall 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 3 StR 26/​18

  1. BT-Drs. 18/​9525, S. 62[]
  2. BVerfG StV 2004, 409 ff. Rn 52, 53 mwN; LK-Schmidt StGB 12. Auf­la­ge § 73 Rn. 32[]
  3. BGHSt 56, 39 ff. Rn 31[]