El-Mas­ri, al-Qai­da und die CIA

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat eine Kla­ge des Deutsch-Liba­ne­sen Kha­led El – Mas­ri gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land abge­wie­sen, mit der El-Mas­ri die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­pflich­ten woll­te, sich bei den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka um die Inhaf­tie­rung und Aus­lie­fe­rung von meh­re­ren CIA-Agen­ten zu bemü­hen. Die­se hat­ten ihn im Jahr 2004 unter dem Vor­wurf, dem Ter­ror-Netz­werk der al-Qai­da anzu­ge­hö­ren, unter ande­rem mit dem Flug­zeug nach Afgha­ni­stan ent­führt, in einem "Geheim­dienst­ge­fäng­nis" fest­ge­hal­ten und mög­li­cher­wei­se miss­han­delt.

El-Mas­ri, al-Qai­da und die CIA

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln beur­teil­te jedoch den Ent­schluss der Bun­des­re­gie­rung, trotz Vor­lie­gens eines Haft­be­fehls eines deut­schen Gerichts die USA nicht um Aus­lie­fe­rung der Agen­ten zu ersu­chen, als recht­mä­ßig. Der Bun­des­re­gie­rung ste­he bei sol­chen Ent­schei­dun­gen ein wei­ter Ermes­sens­spiel­raum zu. Nach­dem die USA bereits im Vor­feld mit­ge­teilt hat­ten, dass man ein Aus­lie­fe­rungs­er­su­chen wegen der Gefähr­dung der natio­na­len Sicher­heits­in­ter­es­sen ableh­nen wer­de, habe die Bun­des­re­gie­rung einen sol­chen Antrag nicht mehr stel­len müs­sen. Denn sie habe berück­sich­ti­gen kön­nen, dass ein förm­li­ches Aus­lie­fe­rungs­er­su­chen offen­sicht­lich aus­sichts­los sein wür­de.

Ver­wal­tungs­ge­richt Köln, Urteil vom 7. Dezem­ber 2010 – 5 K 7161/​08