Erpres­sung – und das abge­nö­tig­te Schuld­an­er­kennt­nis

Zwar kann nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs durch die Abga­be eines schrift­li­chen Aner­kennt­nis­ses einer nicht bestehen­den Ver­bind­lich­keit (Schuld­schein) bereits ein Ver­mö­gens­nach­teil im Sin­ne des § 253 Abs. 1 StGB begrün­det wer­den 1.

Erpres­sung – und das abge­nö­tig­te Schuld­an­er­kennt­nis

Dies setzt aller­dings ein­deu­ti­ge Fest­stel­lun­gen des Tat­ge­richts vor­aus, dass das Tat­op­fer tat­säch­lich eine nicht bestehen­de Ver­bind­lich­keit schrift­lich aner­kannt hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Febru­ar 2018 – 1 StR 467/​17

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 09.07.1987 – 4 StR 216/​87, BGHSt 34, 394, 395; und vom 19.09.2013 – 3 StR 119/​13, NStZ 2014, 316, 317 mwN unter Hin­weis auf die Not­wen­dig­keit einer kon­kre­ten Scha­dens­er­mitt­lung[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 28.10.2015 – III ZR 36/​15[]