Eine Drohung ist die Ankündigung eines künftigen Übels, auf dessen Eintritt der Drohende Einfluss hat oder zu haben vorgibt1. Sie kann auch konkludent erfolgen2.
Empfindlich ist ein angedrohtes Übel allerdings nur dann, wenn der in Aussicht gestellte Nachteil so erheblich ist, dass seine Ankündigung den Bedrohten im Sinne des Täterverlangens motivieren kann3.
Dabeo kann dem Grunde nach auch die Ausnutzung eines bereits zugefügten Übels von dritter Seite eine konkludente Drohung enthalten4.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 20. Februar 2018 – 1 StR 467/17
- BGH, Urteil vom 29.11.2011 – 1 StR 287/11 Rn. 24 [insoweit nicht abgedruckt in NStZ 2012, 347]; Fischer, StGB, 65. Aufl., § 240 Rn. 31; MünchKomm-StGB/Sinn, 3. Aufl., § 240 Rn. 69, jeweils mwN[↩]
- BGH, Beschluss vom 15.03.1984 – 1 StR 72/84, NJW 1984, 1632[↩]
- BGH, Beschluss vom 05.09.2013 – 1 StR 162/13, NJW 2014, 401, 403 Rn. 51[↩]
- dazu BeckOK StGB/Valerius, 37. Ed., § 240 Rn. 34 und Fischer, StGB, 65. Aufl., § 240 Rn. 35[↩]









