Fal­sche Anga­ben im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis

Wer zwar gemein­sam mit der Gerichts­voll­zie­he­rin ein Ver­mö­gens­ver­zeich­nis aus­füllt, sich dann aber nach Beleh­rung über die Straf­bar­keit einer eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung wei­gert, die­ses Ver­mö­gens­ver­zeich­nis zu unter­schrei­ben (und auch nicht in sons­ti­ger Wei­se die Rich­tig­keit sei­ner Anga­ben an Eides statt ver­si­chert), erfüllt nicht die Vor­aus­set­zun­gen des § 156 StGB.

Fal­sche Anga­ben im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis

Zu der hier in Rede ste­hen­den Abga­be einer eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung nach § 807 ZPO in der bis 31.12 2012 gel­ten­den Fas­sung gehört neben der Vor­la­ge eines Ver­mö­gens­ver­zeich­nis­ses durch den Schuld­ner gemäß § 807 Abs. 1 und 2 ZPO zusätz­lich die Ver­si­che­rung gemäß § 807 Abs. 3 Satz 1 ZPO zu Pro­to­koll an Eides statt, dass er die von ihm ver­lang­ten Anga­ben nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen rich­tig und voll­stän­dig gemacht hat.

Dem hier fest­ge­stell­ten Ver­hal­ten lässt sich eine sol­che Ver­si­che­rung nicht ent­neh­men, viel­mehr deu­tet die Ver­wei­ge­rung der Unter­schrift gera­de dar­auf hin, dass der Schuld­ner kei­ne straf­recht­lich durch § 156 StGB bewehr­te Ver­ant­wor­tung für den Inhalt sei­ner Erklä­rung über­neh­men woll­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Novem­ber 2015 – 1 StR 339/​15