Fal­sches Auto­kenn­zei­chen

Die Nut­zung eines mit fal­schen amt­li­chen Kenn­zei­chen ver­se­he­nes Fahr­zeug im öffent­li­chen Stra­ßen­ver­kehr ver­wirk­licht den Tat­be­stand des Gebrauch­ma­chens von einer unech­ten Urkun­de gemäß § 267 Abs. 1, 3. Alt. StGB.

Fal­sches Auto­kenn­zei­chen

Aller­dings liegt nur eine Urkun­den­fäl­schung vor, wenn eine gefälsch­te Urkun­de mehr­fach gebraucht wird und die­ser mehr­fa­che Gebrauch dem schon bei der Fäl­schung bestehen­den kon­kre­ten Gesamt­vor­satz des Täters ent­spricht 1.

Bestand schon beim Anbrin­gen der Kenn­zei­chen der Vor­satz zu einer zeit­na­hen Mehr­fach­nut­zung des Fahr­zeugs mit den fal­schen

Kenn­zei­chen, bil­den der in der Fahr­zeug­nut­zung lie­gen­de mehr­fa­che Gebrauch einer unech­ten Urkun­de und deren vor­an­ge­gan­ge­ne Her­stel­lung als tat­be­stand­li­che Hand­lungs­ein­heit eine Tat der Urkun­den­fäl­schung 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Okto­ber 2016 – 4 StR 354/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 16.07.2015 – 4 StR 279/​15, Rn. 5; Beschluss vom 21.05.2015 – 4 StR 164/​15, Rn. 10; Beschluss vom 30.10.2008 – 3 StR 156/​08, BGHR StGB § 267 Abs. 1 Kon­kur­ren­zen 3[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 16.07.2015 – 4 StR 279/​15, Rn. 5;

    Beschluss vom 21.05.2015 – 4 StR 164/​15, Rn. 10[]