Feh­ler­haf­te Ver­wer­tung von Akten im Straf­ur­teil – und die Rüge im Revi­si­ons­ver­fah­ren

Mit der wegen Ver­let­zung der § 249 Abs. 2 Satz 1, 3, § 261 StPO erho­be­nen Inbe­griffs­rü­ge kann gel­tend gemacht wer­den, dass Urkun­den für die Urteils­fin­dung ver­wer­tet wor­den sind, obwohl sie wegen feh­ler­haf­ter Anord­nung oder Durch­füh­rung des Selbst­le­se­ver­fah­rens nicht Gegen­stand der Haupt­ver­hand­lung waren.

Feh­ler­haf­te Ver­wer­tung von Akten im Straf­ur­teil – und die Rüge im Revi­si­ons­ver­fah­ren

Die Bean­stan­dung, dass in der Haupt­ver­hand­lung Urkun­den nicht als Beweis­mit­tel genutzt wor­den sind, obwohl ihre Ein­füh­rung gebo­ten war, ist dem­ge­gen­über unter dem Blick­win­kel des Ver­sto­ßes gegen die Auf­klä­rungs­pflicht nach § 244 Abs. 2 StPO zu beur­tei­len 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Janu­ar 2017 – 3 StR 335/​16

  1. vgl. Münch­Komm-StPO/K­rei­cker, StPO, § 249 Rn. 81; LR/​Mosbacher, StPO, 26. Aufl., § 249 Rn. 113[]