Frei­heits­be­rau­bung nach dem Raub

Wird das gefes­sel­te Opfer vom Räu­ber im Wohn­zim­mer sei­nes Hau­ses zurück­ge­las­sen und die Tür zwi­schen Die­le und Wohn­zim­mer ver­rie­gelt, kann dadurch der Tat­be­stand der Frei­heits­be­rau­bung239 Abs. 1 StGB) in der Vari­an­te des Ein­sper­rens ver­wirk­licht wor­den sein [1].

Frei­heits­be­rau­bung nach dem Raub

Eine Frei­heits­be­rau­bung tritt im Wege der Geset­zes­kon­kur­renz hin­ter einen Raub nur inso­weit zurück, als sie das tat­be­stands­mä­ßi­ge Mit­tel zu des­sen Bege­hung ist [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Sep­tem­ber 2020 – 4 StR 14/​20

  1. vgl. dazu BGH, Urteil vom 22.01.2015 ? 3 StR 410/​14, NStZ 2015, 338, 339; Wieck-Noodt in: Münch.Komm.z.StGB, 3. Aufl., § 239 Rn. 21 ff. mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 07.02.1995 – 1 StR 1/​95, StV 1995, 462[]