Freiheitsberaubung – und der Raub

11. September 2017 | Strafrecht
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Die Freiheitsberaubung (§ 239 StGB) tritt im Wege der Gesetzeskonkurrenz hinter den Tatbestand des Raubes (§ 249 StGB) zurück, wenn die Freiheitsberaubung nur das tatbestandliche Gewaltmittel zur Begehung des Raubes ist1.

So liegt es jedoch nicht, wenn der Täger sein Tatopfer während des mehraktigen Raubgeschehens über einen Zeitraum von 15 bis 20 Minuten an Händen und Füßen fesselte, nachdem er es mit einer Pistole bedroht, massiv körperlich misshandelt und ihm mit einem Elektroschockgerät Stromstöße versetzt hatte. Bei dieser Sachlage begegnet die Annahme von Tateinheit keinen rechtlichen Bedenken.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 28. Juni 2017 – 2 StR 92/17

  1. BGH, Urteil vom 11.09.2014 – 2 StR 269/14, StV 2015, 113; Beschluss vom 09.07.2004 – 2 StR 150/04; BGH, Beschluss vom 30.10.2007 – 4 StR 470/07 1

 
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