Frei­spre­chen­des Urteil – und die per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se des Ange­klag­ten

Bei frei­spre­chen­den Urtei­len ist der Tatrich­ter aus sach­lich­recht­li­chen Grün­den dann zu Fest­stel­lun­gen zur Per­son des Ange­klag­ten ver­pflich­tet, wenn die­se für die Beur­tei­lung des Tat­vor­wurfs eine Rol­le spie­len kön­nen. Ansons­ten genügt das Urteil nicht den Dar­stel­lungs­an­for­de­run­gen des § 267 Abs. 5 Satz 1 StPO.

Frei­spre­chen­des Urteil – und die per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se des Ange­klag­ten

Dabei kommt es auf die Umstän­de des Ein­zel­falls an; für eine sche­ma­ti­sche Betrach­tungs­wei­se ist kein Raum1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Mai 2017 – 2 StR 258/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 13.03.2014 – 4 StR 15/​14, Rn. 8; Beschluss vom 05.03.2015 – 3 StR 514/​14, BGHR StPO § 267 Abs. 5 Frei­spruch 18; Urteil vom 02.04.2014 – 2 StR 554/​13, NStZ 2014, 419; Urteil vom 11.03.2010 – 4 StR 22/​10, BGHR StPO § 267 Abs. 5 Frei­spruch 16 jeweils mwN